Eine sandige Angelegenheit (20.02.07)

Wenn bis zu 25 Sattelkipper unter Leitung der Spedition Mann im Hafen in Lahnstein zur Entladung eines Schiffes bereitstehen, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Zirkoniumsand.
Das hauptsächlich in Australien und Nordamerika vorkommende Mineral gilt als Nebenprodukt des Rutilsandes und wird in Küstennähe zerstörungsfrei über Tage im Wasserstrahlverfahren abgebaut. Vom jeweiligen Abbaugebiet gelangt der Zirkonsand auf dem Seeweg nach Rotterdam, wird dort auf Binnenschiffe umgeladen und über die Schifffahrtsstraßen nach Lahnstein transportiert.
Um die Entladezeit der einzelnen Schiffe einhalten zu können, müssen die mit bis zu 3000 Tonnen beladenen Binnenschiffe innerhalb vorgegebener Liegezeiten in Hafen geleert werden. Der Zirkoniumsand wird (wie in Bild 1 zu sehen) aufgrund seiner Feinheit (wie Eieruhrensand) mit einer großen abgedichteten acht Tonnen Schaufel vom Fuße des Schiffbodens auf die Ladefläche des LKWs verfrachtet. Der Weg des Zirkonsandes führt vom Hafen in Lahnstein weiter zum verarbeitenden Betrieb nach Haiger. Dort wird der ohnehin schon feine Sand noch feiner gemahlen und in die ganze Welt exportiert. Zum Einsatz kommt der Sand hauptsächlich in der Keramikbranche. Eine breite Produktpalett verschiedenster Körnungen kann so dem Kunden angeboten werden. Jährlich werden auf diesem Weg weit über 50.000 Tonnen des feinen Zirkonsandes aus aller Welt per Schiff und über Land durch die Spedtion MANN nach Haiger importiert.